HAARBALLEN VERMEIDEN

GELIEBTE KATZE - 04/2002

Achtung, Fellwechsel!

Das Frühjahr hat begonnen und zumindest die Freilaufkatzen, die sich auch in der kalten Jahreszeit draußen aufgehalten haben, werfen nun Haar für Haar ihren Winterpelz ab. Dieser Wechsel der „Garderobe“ ist nicht nur für den Katzenhalter eine Plage.

Die Katze selbst kommt aus dem Putzen gar nicht mehr heraus, um all die lose Winterwolle loszuwerden. Für Kurzhaarkatzen ist das nur lästig. Langhaarkatzen haben dagegen gleich zwei Probleme. Sie sind zum einen schlicht überfordert, ihre Fellpracht ohne Hilfe in Ordnung zu bringen, und zum anderen können sich bei ihnen in Magen und Darm dicke Haarballen bilden, die den Verdauungstrakt verstopfen können.

Verstopfung ist bei Katzen nicht harmlos. Die Tiere, deren Vorfahren aus den trockenen Steppen Nordafrikas kommen, entziehen dem Nahrungsbrei so viel Feuchtigkeit wie möglich. Je länger der Kot im Darm liegen bleibt, desto trockener und härter wird er. Es entsteht der so genannte Steinkot, der kaum noch ausgeschieden werden kann. Der Tierarzt wird versuchen, den Kot mit Einläufen aus dem Darm zu spülen. Doch in schlimmen Fällen muss er den eingetrockneten Kot sogar chirurgisch entfernen. Selbstverständlich sind für diese schweren Verstopfungen nicht nur Haarballen verantwortlich. Trotzdem stellen sie ein Risiko dar und sollten deshalb möglichst verhindert werden.

Am besten ist es natürlich, die überschüssigen Haare zu entfernen, bevor sie in den Verdauungstrakt gelangen. Katzen sollten in den Übergangszeiten vom Winter ins Frühjahr und vom Herbst in den Winter daher regelmäßig gebürstet werden.

Tipps bei Bürstenmuffeln

Eine große Anzahl von Katzen schätzt das Bürsten jedoch gar nicht. Bei diesen Tieren kann man es mit einem Putzhandschuh versuchen. Katzen, die in dem Putzhandschuh einen persönlichen Feind sehen, kann man vielleicht von ei­nem Pflegebogen überzeugen. Diese Bögen haben Ähnlichkeit mit den Bürsten, die man zum Spulen von Gläsern ver­wendet. Die Bürsten sind so gebogen, dass die Katze hindurchgehen und sich schubbern kann.

Neben dem Entfernen der überschüssigen Haare sollte man der Katze auch „Verdauungshilfen“ anbieten. An erster Stelle steht hier das Katzengras. Insbesondere für Wohnungskatzen ist es unverzichtbar. Denn wenn es nicht zur Verfügung steht, bedient sich der Stubentiger an Zimmerpflanzen.

Katzen, die immer wieder Probleme mit Haarballen haben, kann man mit Spezialfutter helfen. Mittlerweile bieten mehrere Hersteller diese Diäten an, die dafür sorgen, dass die Haare durch den Verdauungstrakt transportiert werden, ohne zu verklumpen.

Wer das Futter nicht umstellen will, kann es auch mit der regelmäßigen Gabe von Malzpasten oder der Zugabe von etwas Öl ins Futter versuchen. Wichtig bleibt allerdings, mit der Katze rasch zum Tierarzt zu gehen, wenn sie Anzeichen einer Verstopfung zeigt.

 

Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 21.04.2007 - © rooster

 

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