ENDLICH: IMPFSTOFF GEGEN KATZENAIDS

EIN HERZ FÜR TIERE- 06/2002

In den USA auf dem Markt

Vorläufig nur in den USA gibt es ab diesem Sommer eine Impfung gegen Katzen­Aids. Die Wissenschaftler Janet Yamamoto und Niels Pederson haben in über sechzehnjähriger Forschungsarbeit einen Impfstoff gegen das FI-Virus, den Erreger der Krankheit, entwickelt. Bei einem Versuch schützte er 67% der geimpften Katzen vor einer Infektion mit FIV. Die kommerzielle Produktion des Impfstoffes wurde nun vom US-Landwirtschaftsministerium genehmigt, so dass der Impfstoff den Tierärzten in den USA noch in diesem Sommer zur Verfügung steht. Die Firma Fort Dodge Animal Health wird den Impfstoff herstellen.

Das FI-Virus ist dem HI-Virus, das beim Menschen für Aids verantwortlich ist, ähnlich, aber im Gegensatz zu HIV kann es dem Menschen nicht schaden. FlV wird wahrscheinlich auch nicht bei sexuellen Kontakten, sondern vor allem bei Raufereien durch Bisse übertragen. Daher sind auch weit mehr Kater als Katzen von der Krankheit betroffen. Die Katzenmänner sind nun mal die größeren Raufbolde.

Katzen-Aids ist unheilbar

Katzen-Aids verläuft schleichend. Es können Jahre vergehen, bis die Katze tatsächlich Krankheits-symptome zeigt. Da das Virus das Abwehrsystem der Katze schwächt, sind die Symptome vielfältig. Sie reichen von Appetitverlust und Abmagerung über nicht sinkendes Fieber zu Zahnfleischent-zündungen. Aber auch Blasenentzündungen, Atemwegserkrankungen und viele andere Organer-krankungen können durch die Aids-Erkrankung verursacht sein. Ist eine Katze an Katzen-Aids, erkrankt, kann der Tierarzt ihr nur Linderung verschaffen. Er kann sie nicht heilen.

Die Schätzungen darüber, wie viele Katzen mit FIV infiziert sind, liegen weit auseinander. Zwischen 2 und 25% der Katzen weltweit sollen das Virus in sich tragen und dieses am weitesten verbreitet in Australien und in Japan sein. In den USA sollen nach Schätzungen der Cornell Universität etwa 3 % der noch gesunden Katzen betroffen sein, in Europa 1 bis 3%.

Eine Impfung könnte zumindest einen Teil der Katzen vor einer Infektion schützen und damit auch die Verbreitung des Virus eindämmen. Nach Ute Seeliger von Fort Dodge Animal Health in Deutschland läuft der Antrag auf eine Zulassung des Impfstoffes in Europa auf Hochtouren. Trotzdem können Jahre vergehen bis der Impfstoff gegen Katzen-Aids auch in Deutschland erhältlich ist.

 

Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 21.04.2007 - © rooster

 

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