|
|
|
|
|
|
|
|
|
GELIEBTE KATZE - 04/2002 Die meisten Katzen mögen und vertragen Grünlilien. Aber nicht alle Im Volksmund wird sie Schlachterpalme genannt, die Cordy-, Gras-oder Grünlilie, botanisch Chiorophytum comosum, die von manchen Katzenexperten empfohlen wird, wohingegen andere davor warnen. Den meisten Katzen scheint sie zu bekommen. Sie stammt aus Südafrika, lässt sich problemlos vermehren und gilt als robust und unempfindlich. Und: Sie gehört zu den Zimmerpflanzen, die auch Dauerattacken von Katzenzähnen überstehen, weshalb sie in vielen Haushalten zu finden ist, in denen Katzen herrschen. Doch weder Katzenbücher noch Pflanzenlexika sind sich einig über die (Un-)Giftigkeit der grünen oder weißgrün gestreiften Blattpflanze mit den kleinen weißen Blüten. Meistens nur gute Erfahrungen Doris Adelfinger bietet ihren Norwegischen Waldkatzen seit 10 Jahren Grünlilien an und sie sind heiß darauf. Wenn eine neue Pflanze ins Haus kommt, treffen sich sofort alle ihre Katzen daran zum gemeinsamen Knabberspaß. Doris Adelfinger bietet beide Sorten, die grüne und die gestreifte an und kann keinen Unterschied in der Verträglichkeit erkennen. Auch Pia Kopigi hat bei ihren Freilaufkatzen, die in der Wohnung oft an die Grünlilien gehen, sogar dann, wenn diese kaum erreichbar waren, nie Anzeichen von Übelkeit oder Vergiftungserscheinungen beobachtet. Ausnahmslos gute Erfahrungen mit der unverwüstlichen Grünquelle haben die meisten Leser gemacht, Gabriele Simons Mohrle scheint sogar regelecht süchtig auf das Liliengewächs und frisst jede Pflanze ist auf den Stumpf ab. Irmgard Schropp aus Regen machte sich Sorgen, als ihre beiden Katzen auf den abgerissenen Blättern herumkauten, und fragte bei ihrer Tierärztin nach. Die kannte viele ihrer Patienten, die scharf auf Grünlilien waren und keinerlei Unverträglichkeitsanzeichen zeigten. Irmgard Schropps Katzen lehnen Katzengras strikt ab, erst seit Zyperngras auf der Fensterbank stand, lassen sie die Lilie links liegen und laben sich am Zyperngras. Gerade Zyperngras musste Gabriele Stressel entfernen, weil eine ihrer Katzen ein 10 cm langes Stück in die Nase bekam. Sie stieg auf die Grünlilie, die ihr ihre Blumenfrau empfohlen hatte, um. Grünlilien holen Luftschadstoffe Sonja Pöllot sah die Pflanze im Sprechzimmer ihres Tierarztes und beobachtete, dass dort Katzen knabberten. Das brachte sie dazu, ihrer Daisy das umstrittene Gras ebenfalls anzubieten. Widersprüchliche Erfahrungen mit dem Gewächs hat Brunhilde Ortner gemacht: Ihr Norwegerkater Thorre frisst seit seinem Einzug genießerisch die feinen Spitzen und neuen Triebe ab und sie muss ihren Pflanzen ab und zu eine Erholungspause gönnen. Britisch Kurzhaar Terry, die später einzog, spuckte die Blätter sofort wieder aus, schmückte den gesamten Boden mit feuchten grünen Flecken und zeigte Anzeichen von Übelkeit. Für sie steht jetzt Katzengras, das Thorre strikt ablehnt, bereit. Sie ist nie wieder an die Grünlilie gegangen, jede der Katzen geht an ihren eigenen Grüntopf. Michaela Kiefer hat die Pflanze in Verdacht, ihren beiden Katzen geschadet zu haben. Ihre Mucki, noch ein Baby, knabberte an der Grünlilie, zeigte zwei Tage lang Unwohlsein. Sie war still und wollte nicht mehr spielen. Allerdings erholte sie sich wieder, anders als der gleichaltrige Smokey, der nach dem Knabbern an Grünlilie in Abwesenheit der Katzenhalterin erbrach und verstarb. Der Tierarzt äußerte die Vermutung, dass eine Vergiftung die Ursache für den Tod gewesen sei. Doch ob die Grünlilie den Tod verursacht hatte, vermochte auch er nicht zu sagen. Katzenhalterin Sabine Degen, in deren Haushalt ebenfalls Grünlilien beknabbert werden, glaubt, dass Zigarettenrauch oder andere Schadstoffe, die von der Pflanze aufgenommen werden, sie regelrecht „vergiften“ und dass dies der Grund ist, warum manche Katzen das Blattgrün nicht vertragen. Nachgewiesen ist das nicht, aber es könnte das Rätsel um die individuelle Verträglichkeit lösen. Allen Lesern, die uns teilweise seitenlange Briefe, Kopien aus Pflanzen-, Gift- und Katzenbüchern geschickt haben, ganz herzlichen Dank. |
|
|
|
Info Von Leserkatzen getestet und gut vertragen wurden außer der Grünlilie Zyperngras (nur die jungen, weichen Blätter), Rasengras, Katzengras, Schleierkraut, Bergpalme, außerdem ausgetriebenes Wellensittichfutter (Hirse) und diverse Getreidearten. |
|
|
|
Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 21.04.2007 - © rooster |
|
|