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EIN HERZ FÜR TIERE 01/2002 Ohrmilben bei Hund und Katze Betrachtet man es mit den Augen der Milben, so gibt es kaum einen besseren Ort, um zu leben und sich zu ernähren, als das Ohr. Im Gehörgang sind die Parasiten, die zu den Spinnentieren gehören, geschützt vor Wind und Wetter und nicht zuletzt auch vor den Krallen ihres Wirtes, nämlich des armen Tieres, dessen Ohren sie heimsuchen. Ohrmilben (Otodectes) fühlen sich sowohl im Hunde- als auch im Katzenohr wohl. Sie ritzen die zarte Haut im Gehörgang an und leben vom Gewebssaft. Sie verursachen dadurch winzige Verletzungen. Spätestens wenn sich Pilze oder Bakterien in diesen Miniwunden breit machen, kommt es zu Entzündungen. Mit Ohrentzündungen ist nicht zu spaßen Ein Tier mit einer Ohrentzündung kratzt sich am Ohr, schüttelt den Kopf und hält ihn schief. Hunde jaulen und fiepen, während sie sich kratzen. Typisch für den Befall mit Ohrmilben sind schwarze Krümel in und um das Ohr. Bei erwachsenen Katzen kann ein Befall mit Ohrmilben lange unentdeckt bleiben, weil diese oft nur schwache Symptome zeigen. Trotzdem hört bei den Ohren der Spaß auf. Denn bei einer Entzündung kann das Trommelfell zerstört werden. Das bedeutet zum einen Taubheit oder zumindest Schwerhörigkeit und zum anderen eine Gefährdung des Gehirns des Tieres. Denn nach der Zerstörung des Trommelfells können Krankheitserreger über Mittel- und Innenohr ins Gehirn eindringen. Darum gehören Ohrprobleme immer in die Hände eines Tierarztes. Der Tierarzt wird die Ohren fachgerecht reinigen und Ihnen eine Ohrsalbe mitgeben. Diese massieren Sie von außen tief in den Gehörgang. Nach der Behandlung wird sich das Tier schütteln. Salbenreste an der Ohrmuschel können Sie mit einem Wattebausch abwischen. Nach spätestens zwei Wochen sollte das Tier zu einer Kontrolluntersuchung beim Tierarzt. |
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Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 21.04.2007 - © rooster |
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