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Schokolade, Avocados, Zwiebeln und Schweinekotelett - was uns schmeckt, bekommt der Katze nicht. Einige dieser Nahrungsmittel bergen für die Samtpfote gar tödliche Gefahr. von Dr. Petra Ziemer Ein gefährlicher Trugschluss ist zu denken, was mir bekommt, kann für die Katze nicht schlecht sein. Wer hätte z. B. gedacht, das die Küchenzwiebel, die ja sogar als gesundes Lebensmittel gilt, für die Katze giftig ist. Sie bewirkt in jeglicher Form (roh, gekocht, getrocknet) bei Katzen eine Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolyse). Beispielsweise ist es zu Vergiftungen gekommen, als Katzen mit einer zwiebelpulverhaltigen Babynahrung gefüttert worden waren. Für die Vergiftung verantwortlich sind verschiedene Schwefelverbindungen (z.B. Allylpropyldisulfid, N-Propyldisulfid). Die ersten Vergiftungssymptome sind meist Erbrechen und Durchfall. Nach 1 - 3 Tagen dann Appetitlosigkeit, Schwäche, blasse Schleimhäute, rotbraun verfärbter Urin und Beschleunigung von Herz- und Atemfrequenz. Avocado (Persea americana) Avocado stellt eine tödliche Gefahr für alle Haustiere dar. Einige Arten dieser Frucht enthalten ein Gift (Persin), welches nur für Tiere giftig ist. Die gesamte Pflanze kann die giftige Substanz enthalten. Das Gift bewirkt eine schwere Herzmuskelschädigung und bei säugenden Tieren eine Gesäugeentzündung (Mastitis). Die Vergiftung beginnt mit Husten, Atemnot und einer erhöhten Herzfrequenz. Im weiteren Verlauf bilden sich aufgrund der Herzschwäche Unterhautödeme (Wasseransammlungen) und eine Bauchwassersucht. Die Erkrankung endet überwiegend tödlich, da eine spezifische Therapie nicht existiert. Kakao (Theobroma cacao) Schokolade, d.h. Kakao, enthält neben dem Koffein das Theobromin, ein Gift für Katzen und Hunde. Schon 20 bis 40 Gramm ungesüßter Kakao pro 800 - 850 Gramm Körpergewicht können eine Katze ernstlich krank machen. Dabei wird die Gabe oft gut gemeint, denn manch kranke Katze wird mit kalorienreicher Instantnahrung aus der Humanmedizin auf gepäppelt - und die enthält oftmals eine Menge Kakao. 4 - 12 Stunden nach Aufnahme folgen Erbrechen, Durchfall, häufiger Harnabsatz, starke Erregung und Zittern. Bei einer hohen Dosis kommen Krämpfe und ein unregelmäßiger Puls hinzu. Der Tod kann durch Herzversagen eintreten. Aujeszkysche Krankheit Bei der Verfütterung von rohem Schweinefleisch läuft der Katzenhalter Gefahr, seinen Schützling mit der tödlich endenden Aujeszkyischen Krankheit zu infizieren. Es handelt sich bei dem um einen Herpes-Virus, der vor allem im Schweinefleisch vorkommt und zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führt. Ältere Schweine sind Träger des Virus, ohne selbst krank zu sein. Sie gehen als „gesunde“ Tiere zum Schlachter. Da in der Metzgerei Fleischsorte neben Fleischsorte liegt bzw. das Messer beim Wechsel der Fleischsorten nicht immer gründlich gereinigt wird, sollte man generell kein rohes Fleisch an Katzen verfüttern. Hypervitaminose A Wird die Katze regelmäßig mit (roher) Leber gefüttert, droht eine Vitamin-A-Vergiftung. Es kommt zu Knochenzubildungen an der Wirbelsäule, insbesondere der Halswirbelsäule. Bei häufiger Leberfütterung kann sich die Erkrankung erst nach Jahren bemerkbar machen. Anfangs sind die Katzen lethargisch, dann zeigen sich Nackensteifigkeit, Lahmheit der Vordergliedmaßen und Empfindlichkeit der Haut an Hals und Vordergliedmaßen. Das Fell sieht ungepflegt aus, da die Tiere sich nicht mehr putzen können. Sie verlieren an Gewicht und sitzen oft in einer känguruartigen Haltung da. In schweren Fällen kommt es zu einem Abbau von Muskeln im Hals-Brust-Bereich, weil die Nerven durch die verengten Wirbelöffnungen geschädigt werden. Es ist sogar möglich, dass sich die Stimme der Katze verändert, da die neu gebildeten Knochenmassen auf den Kehlkopf und seine Nerven drücken können. Im Röntgenbild erkennt man das gesamte Ausmaß: Aufgrund der Zubildungen können die Wirbel miteinander verwachsen (Ankylose), die Wirbelfortsätze sich vergrößern (Spondylose) und die Austrittslöcher der Nervenstränge an den Wirbeln verengt sein. Eine ausgewogene Kost stoppt die Krankheit zwar, aber eine Zurückbildung der Knochenneubildungen ist nicht zu erwarten. YeIlow-fat disease (Gelbfettkrankheit) Bei der Gelbfettkrankheit handelt es sich um eine Entzündung von Fettzellen, Den Namen hat die Erkrankung erhalten, weil sich das Fettgewebe durch die Entzündung gelblich bis bräunlich verfärbt. Ursache hierfür sind zu viel ungesättigte Fettsäuren und zu wenig Vitamin E. Das ist bei einer einseitigen Ernährung mit fettem Fisch der Fall, z.B. wenn Katzen nur mit Thunfisch in Öl gefüttert werden. Erhält die Katze dann zu wenig Vitamin E, hat das zur Folge, dass die ungesättigten Fette durch Enzyme angegriffen werden und verseifen. Resultat ist eine schmerzhafte Entzündung. Betroffene Tiere haben Schmerzen am ganzen Körper, wollen nicht mehr berührt werden, bewegen sich wenig und hören auf zu fressen. Man fühlt das veränderte Fettgewebe als Knoten unter der Haut. Oft haben die Katzen auch Fieber. Der akuten Erkrankung gehen als erste Erscheinungen oft Fell- und Hautveränderungen voraus. Behandelbar ist die Erkrankung mit Gaben von Vitamin E.
Tipps Rohen Fisch sollte die Katze nie erhalten, denn er ist ein Vitamin-B-Räuber und führt zu Nervenkrankheiten. Zu viel gekochter fetter Fisch sollte es auch nicht sein, denn dann fehlt Vitamin E. Milch verursacht bei den meisten Katzen Durchfall, denn die Samtpfote kann den Milchzucker nicht richtig verdauen. |
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Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 21.04.2007 - © rooster |
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