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12. September 2003 Tina Hinterwald erfüllt sich Kindheitstraum und nimmt Tiere in Not auf "Kleine Farm" ist ihr Schwarm von Stefanie Dierks (Text) und Carmen Schnieder (Fotos) Herford (HK). „Ich hab ein Haus, ein Affchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.“ Der berühmte Vers aus der Titelmelodie der Kinderserie Pippi Langstrumpf klingt auch heute noch in aller Ohren. Tina Hinterwald aus Eickum hat sich den Liedtext scheinbar zu Herzen genommen. Zwar hat sie keinen Affen, aber ansonsten ist auf ihrer „Kleinen Farm“ so ziemlich jedes Bauernhoftier vertreten. Momentan tummeln sich in ihrem Kotten und auf dem Außengelände 15 Katzen, neun Ziegen, vier Meerschweinchen, acht Enten, sechs Gänse, ungefähr 40 Hühner, sechs Kaninchen, zwei Mini-Hängebauchschweine und ein Pferd. „Schon in meiner Kindheit war es mein größter Traum, später einmal eine, kleine Farm zu besitzen“, erklärt sie voller Stolz.
Ein Händchen für Tiere: Selbst regelrechte „Kratzbürsten“ werden in den Armen von Tina Hinterwald zur „Schmusekatze“ und genießen ihre täglichen Streicheleinheiten.
Seit fünf Jahren lebt die gebürtige Salzburgerin nun schon in Eickum. Als der Besitzer des Kottens verstarb und neben seinem Haus auch einige Tiere hinterließ, war Tina Hinterwald sofort fest davon überzeugt, dass das Gebäude mitsamt der Tiere genau das Richtige für sie und ihren Mann sei. Es war der Anfang einer Leidenschaft, die ihr Leben nachhaltig prägen sollte.
Immer mehr Menschen kamen zu ihr, wenn sie sich selbst nicht mehr in der Lage fühlten, ihre Haustiere zu halten und baten Tina Hinterwald um Hilfe. So wuchs und wuchs „Tinas Kleine Farm“. Auch diese beiden Gänse haben ein neues Zuhause in Eickum gefunden und erhalten bis an ihr Lebensende genügend zu fressen. Ihr Mann akzeptiert ihre Leidenschaft. „Manchmal bekommen wir uns wegen der Tiere aber ein wenig in die Haare. Vergangene Woche ist zum Beispiel ein Huhn auf den Tisch gehüpft, hat sich in seinen Kuchen gelegt und ihm obendrein noch seinen Cappuccino über die Hose gekippt“ erzählt die junge Frau lachend. „Wenn ich früher Tiere angeliefert bekam, habe ich die Termine so gelegt‚ dass mein Mann nicht zu Hause war. So hat er den Neuzuwachs erst viel später entdeckt“, schmunzelt Tina Hinterwald. „Dann konnte er sowieso nichts mehr daran ändern. Urlaub ist bei den beiden natürlich nicht. drin, doch das stört Tina Hinterwald nicht: „Ferien brauche ich eigentlich gar nicht. Wenn ich im Sommer im Garten liege und meine Tiere anschauen kann, ist mir das Urlaub genug. Ich weiß, dass sich mein Lebenswunsch erfüllt hat, und das macht mich glücklich.“
Obwohl die Tierfreundin von den Nachbarn unterstützt wird, die ihr hin und wieder etwas Obst vorbeibringen und sie auch die Essensreste des Altenheims, in dem sie arbeitet, mitnehmen darf, fällt es ihr schwer, über die Runden zu kommen. „Die Tierarztkosten fressen mich auf", bedauert sie traurig. „Das heißt jedoch noch lange nicht, dass ich mich unterkriegen lasse. Tiere in Not finden bei mir auch weiterhin eine sichere Bleibe.“ Wer Tina Hinterwald und ihre „Kleine Farm“ unterstützen möchte, kann sie unter Tel. 01 78 / 5 49 26 57 erreichen.
Gnadenbrot: Das Pferd darf auf Tina Hinterwalds Farm seinen Lebensabend verbringen. |
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Weiterhin viel Spaß auf meinen Webseiten - 20.12.2005 - © rooster |
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